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Herausragende Kirchenarchitektur und Denkmale

Bartholomäuskirche - Geschichte und Architektur

Im Jahre 987 wurde erstmalig ein Dorf Namens Giebichenstein erwähnt. „Giebich“ bedeutet "der Gebende". Durch große Ackerflächen war das ehemalige Amtsdorf und die Altstadt Halle getrennt. Dadurch waren viele Einwohner Giebichensteins im Ackerbau, bei Steinbrucharbeiten und in der Salzgewinnung tätig.

Aufgrund zahlreiche Funde und Grabstätten wurde vermutet, dass 2000 v.Chr. hier schon Menschen gelebt haben. Bestätigt wurde das auch durch einen Urnenfund beim Bau des Gemeindehauses in den Jahren 1925-1927.

Um 1200 soll es schon einmal ein dem Bartholomäus geweihtes Gotteshaus gegeben haben. Der hl. Bartholomäus war im Mittelalter ein Patron der häuteverarbeitenden Gewerke und einer der 12 Apostel, die der Legende nach in Indien das Evangelium gepredigt haben und dort gekreuzigt und enthauptet worden sind. 1290 wurde die Kirche erstmalig erwähnt.

Die alte Dorfkirche steht auf einen Hügel im Osten der Burg Giebichenstein. Sie ist von einem parkartigen Friedhof umgeben, auf welchem sich auch das Grab vom königlich-preußischen Kapellmeister und Komponisten Johann Friedrich Reichardt (1752-1814) befindet.

Auf einem stark verwitterten Sandsteinmonument an der Nordwand ist Amtmann Lohse darstellt.

1341 wurden die Einwohner Giebichensteins mit samt ihrer Kirche dem reichen Kloster Neuwerk angeschlossen. Das Kloster wurde 1541 geschlossen und ging an das Patronat der Kirche des Erzstift Magdeburg über.

In der Spätgotik wurde die im romanischen Stil errichtete Kirche umgebaut. 1729 erhielt das Kirchenschiff seine jetzige barocke Form.

Ochs von Ochsenstein ließ in seiner Amtszeit als „Kriegs- und Domänenrat“ 1738-1748 das baufällige Kirchenschiff abreißen und die Kirche im preußischen Barockstil wieder neu aufbauen. Von einem unbekannten Baumeister wurde die preußisch-barocke Kirche 1874 in eine 'stilreine' barocke Kirche umgebaut. Das verwendete Baumaterial war Porphyr. Ochs von Ochsenstein stiftete für die neu errichtete Kirche eine barocke Orgel vom Orgelbauer Cuntius aus Halberstadt.

Die heutige Orgel stammt vom Orgelbaumeister Wilhelm Rühlmann aus Zörbig. Sie besitzt 22 Register und wurde im Laufe der Jahre mehrmals und zuletzt 1992 erneuert.

 Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Kirchturm öfter zerstört und neu aufgebaut. Seine jetzige Form mit Schieferdach erhielt der Turm 1896.

Der auf zwei Säulen ruhende Kanzelaltar und die sich am Fußende befindenden vier Evangelisten (Freifiguren) stammen dem Jahre 1745/46. Aus dem 18.Jahrhundert stammen die große Sandsteintaufe, die Kirchenstübchen unter der Orgelempore und unter dem Kanzelaltar. Der dekorative Orgelprospekt mit der Akanthusschnitzerei und den musizierenden Putten stammen aus dem Jahr 1750. In dieser Zeit wurde der Kircheninnenraum mehrmals erneuert. In dieser Kirche wurden am 23. April 1683 die Eltern von Georg Friedrich Händel getraut.

Weitere Infos:
www.bartholomaeusgemeinde.de

Quellen:
Frauenförderverein Chemiedreieck Halle-Merseburg e.V.

Bartholomäuskirche
Bartholomäusberg 4
06114 Halle (Saale)


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Nachfolgend finden Sie einen detailierten Ausblick auf die Gottesdiensttermine des kommenden Wochenendes für die evangelischen sowie freikirchlichen Gemeinden als Übersicht sowie den Aushang Katholischer Gemeinden zum Download:

pdf-Icon des Dokumentes Gottesdienste am kommenden WE und in der darauffolgenden Kalenderwoche (*.pdf-Datei, 218 KB)

pdf-Icon des Dokumentes Aushang Katholische Stadtgottesdienste (*.pdf-Datei, 83 KB)