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Herausragende Kirchenarchitektur und Denkmale

Pauluskirche - Geschichte und Architektur

Die Pauluskirche ist eine der bedeutendsten protestantischen Predigtkirchen. 1900-1903 wurde sie als dritte und letzte protestantische Gründerzeitkirche in märkischer Backsteingotik errichtet. Im Beisein der Kaiserin Auguste Victoria wurde sie am 6.September 1903 eingeweiht. Sie steht auf einer 10 m hohen Porphyrkuppe, die „Hasenberg“ genannt wird. Sie erhebt sich wie ein Denkmal, liegt nach allen Seiten frei und bildet den Mittelpunkt des kreisförmigen Rathenauplatzes (früher Kaiserplatz). Acht Straßen münden strahlenförmig auf die Kirche ein. Eine breite Treppe führt zum Hügel hinauf. Damals bildete sie den höchsten Punkt der Stadt.

Die Kirche ist ein Werk des Berliner Architekten Hoßfeld. Den Grundriss der Kirche bildet ein lateinisches Kreuz. Die Kirche wird von einem mächtigen, ungefähr 15m breiten und 60m hohen, Vierungsturm bekrönt. Der mächtige Turm wird von kleinen Rundtürmen flankiert. Der Bau besitzt eine Länge von 40,12m und eine Breite von 27,29m (ohne Treppenturm und Strebenpfeiler). Das Innere der Kirche erweckt den Eindruck eines weiten Zentralraumes, der von einer kuppelartig überwölbten Vierung mit Sterngewölbe bestimmt wird. Die Emporen heben gleichermaßen den Zentralraum-Charakter des Innenraumes hervor. In der Mitte des Altarraumes befindet sich eine Kalksteinmensa (Kalkstein-Altartisch). Die dunkle Eichenholzkanzel befindet sich am südöstlichen Vierungspfeiler.

Die Fenster der Pauluskirche entwarf der Berliner Innenarchitekt und Kunstmaler August Oetken (1868-1951). Sie zeigen im Altarraum die Darstellung der Feste „Weihnachten, Ostern und Pfingsten“. Von Oetken stammt auch die Gestaltung des Orgelprospektes. Von der ursprünglichen Orgel aus dem Jahre 1910, der Firma Rühlmann aus Zörbig, kann man heute nur noch das Gehäuse sehen. In den 60er Jahren entschloß sich der Gemeindekirchenrat, die wesentlich bessere Orgel aus der entweihten Stephanuskirche zu erwerben. 1969 baute die Fa. Köhler aus Pretzsch diese Orgel hier ein. 1994 wurden klangliche und technische Mängel durch den halleschen Orgelbaumeister Hildebrandt weitgehend beseitigt.

Die Orgel der Pauluskirche steht den Studenten der ev. Hochschule für Kirchenmusik Halle zu Unterrichts- und Übungsstunden zur Verfügung.

Der Taufstein wurde vermutlich 1952 neu aufgestellt. Das spätmittelalterliche Holzkruzifix vom halleschen Bildhauer Juckhoff, eine Leihgabe der Wettiner Stadtkirche befand sich von 1972 bis zur Restaurierung der Kirche aus Anlass der 100 Jahr-Feierlichkeiten unter dem Triumpfbogen der Pauluskirche. Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1972 wurde die ursprüngliche Wandmalerei übermalt. Das Altarkruzifix und die beiden Skulpturen, die Paulus und Luther darstellten, wurden aus der Kirche entfernt. Seit Ihrem 100. Geburtstag 2003 erstrahlt die Kirche wieder in Ihrem ursprünglichen Glanz.

In der Kirche finden neben Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten und Konzerten auch Kinderveranstaltungen statt. Der Kantor der Pauluskirche, Herr KMD Andreas Mücksch, hat mehrere Musical komponiert und mit dem Kinderchor der Gemeinde einstudiert. Die Aufführungen sind stets ein großer Erfolg. Mit ca. 1000 Plätzen ist die Pauluskirche eines der wichtigsten kirchlichen und kulturellen Zentren der Stadt Halle.

Quellen:
Architekturführer der Stadt Halle.
Seidel, Christina, Halle und seine Kirchen. Ein kleiner ökumenischer Kirchenführer, St. Benno Verlag, Leipzig 1997.

Pauluskirche
Rathenauplatz 22
06114 Halle (Saale)


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Nachfolgend finden Sie einen detailierten Ausblick auf die Gottesdiensttermine des kommenden Wochenendes für die evangelischen sowie freikirchlichen Gemeinden als Übersicht sowie den Aushang Katholischer Gemeinden zum Download:

pdf-Icon des Dokumentes Gottesdienste am kommenden WE und in der darauffolgenden Kalenderwoche (*.pdf-Datei, 218 KB)

pdf-Icon des Dokumentes Aushang Katholische Stadtgottesdienste (*.pdf-Datei, 83 KB)