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Kirchenglocken in der Stadt Halle

Glocken der Petruskirche

Obwohl die Kirche der Petrusgemeinde in Kröllwitz mit ihren derzeit 105 Jahren eine noch recht junge Kirche ist, haben ihre Glocken schon eine eindrucksvolle Geschichte hinter sich. Zwei Weltkriege und diverse musikalische Schwierigkeiten mussten überwunden werden, damit heute wieder ein wunderbarer Klang von der Petruskirche ausgehen kann.

Zu Beginn hatte die Petruskirche vier Glocken, die ein Gewicht von insgesamt 1,8t auf die Waage brachten. Sie kamen aus der Glockengießerei Laucha. Die f-Glocke war die schwerste mit 750kg, danach folgte die as-Glocke mit 500kg, gefolgt von der b-Glocke mit 350kg. Zu guter Letzt kam die des-Glocke mit 200kg. Sie stellten ein melodisches Geläut, nach der Art in Wagners Parsifal, dar. Allerdings konnte man die Töne bezüglich der Reihenfolge nicht kontrollieren, dadurch versagte der Klang völlig.

Im ersten Weltkrieg wurden die drei kleinsten Glocken der Petruskirche für die Waffenproduktion verwendet. Nach dem Krieg wurde das Geläut 1925 auf drei Glocken ergänzt. Nun gab es eine Ehrenglocke (des), eine Stundenglocke (f) und eine Kinderglocke (as). Die neuen Glocken wurden von der Firma Schilling aus Apolda gegossen. Dieses Geläut brachte über 2,6t auf die Waage. Die Ehrenglocke wog ganze 1449kg und hatte eine Weite von 139,5cm. Die schon vorher existierende Stundenglocke war 109cm weit und die Kinderglocke 91cm mit einem Gewicht von 446kg. Sie trugen die Inschriften: >>Ehre sei Gott in der Höhe<< - >>Friede auf Erden. Unseren im Weltkrieg gefallenen Brüdern<< - >>den Menschen ein Wohlgefallen<<.

1937 wurde VOCO, eine elektrische Läuteanlage, für zweiseitigen Glockenantrieb eingebaut. Im Laufe des 2. Weltkriegs wurden 1942 wieder einmal alle Glocken bis auf eine abtransportiert. Die kleine as-Glocke wurde verschont.

Nach dem Krieg waren die Mittel nur allzu knapp und so dauerte es bis 1958, bis wieder neue Glocken beschafft waren. Diesmal wurde eine fis-Glocke (100,5cm Durchmesser, 540kg Gewicht) aus Kühnhausen bei Erfurt in den Glockenstuhl eingebaut. Sie steht unter Denkmalschutz und stammt aus dem Jahr 1672. Dies verrät ihre Inschrift: >>Durchs Feyer bin ich geflossen. Meister: Jacob Pape aus Erffurt hat mich gegossen: im 1672.Jahr. als Herr Nicodemus Schumann Pfarr. Und Asmus Frischbier Heimburger in Kihnhausen war<<.

Ein paar Monate später wurde das Geläut durch eine h-Glocke(75cm Durchmesser, 240kg Gewicht) ergänzt. Sie stammt aus einem Guß im Jahre 1930 der Firma Schilling mit der Inschrift >>UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN<< und auf der Flanke hinten: >>Fr. Schilling-Söhne Apolda gossen mich<<, darunter: >>1917 geopfert zu Deutschlands Wehr, 1930 neuerstanden zu Gottes Ehr<<. In diesem fis-gis-h Dreigeläut harmonieren nun diese Glocken bis heute.

Quelle:
Petruskirche zu Halle-Kröllwitz, Hrsg., Evangelische Petrusgemeinde Halle-Kröllwitz, mit Beiträgen von Werner Essl, Dietrich Orland, Dr. Irene Roch-Lemmer, Halle 2001.

 

Foto: Christiane Schenke


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Nachfolgend finden Sie einen detailierten Ausblick auf die Gottesdiensttermine des kommenden Wochenendes für die evangelischen sowie freikirchlichen Gemeinden als Übersicht sowie den Aushang Katholischer Gemeinden zum Download:

pdf-Icon des Dokumentes Gottesdienste am kommenden WE und in der darauffolgenden Kalenderwoche (*.pdf-Datei, 218 KB)

pdf-Icon des Dokumentes Aushang Katholische Stadtgottesdienste (*.pdf-Datei, 83 KB)