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Herausragende Kirchenarchitektur und Denkmale

Nietlebener Kirche - Geschichte und Architektur

Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Kirche in Nietleben am 28.10.1886 eingeweiht. Der königliche Baurat Otto Kielburger versuchte eine protestantische Zentralkirche zu bauen. Weicht jedoch von diesem Vorhaben ab, indem er einen besonderen Altarraum schafft. Der achteckige rote Backsteinbau, im romanischen Stil, hat 700 Sitzplätze im Schiff und auf den Emporen.

Bis auf das aus dem Jahre 1702 stammende lebensgroße Kruzifix, das aus der Granauer Kirche übernommen wurde und einem aus Holz geschnitzten Vortragekreuz im Jugendstil, besitzt diese Kirche keine besonderen Kunstschätze. Es wird vermutet, dass die Kirche im 14./15. Jh. schmucklos war. Die einzige Zierde waren die drei Glocken und ein Holzkreuz, welches in der Kirche stand.

Gebrüder Franz und Gottfried Ulrich aus Laucha fertigten die Glocken. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. wurde das Kirchenschiff um 5 m verlängert. 1698 und 1745 erfolgte die zweite Phase von Um- und Ausbauarbeiten an der Kirche. Sie erhielt in dieser Zeit ihr barockes Aussehen. 1698 wurde die Empore errichtet. Die Fenster auf der Süd- und Ostseite wurden um 1700 eingesetzt. Im gleichen Jahr entstand die Kanzel, die 1745 bemalt wurde.

1790 bekam die Kirche ihre erste Orgel, erbaut von Johann Gottlieb Maurer. Die Orgel ist ein gut erhaltenes Werk, ohne spätere Eingriffe. 1975/85 wurde der alte Vorbau aus Lehm abgerissen und durch einen größeren ersetzt. Zwei der drei Bronzeglocken von 1886 sind dem 1. Weltkrieg zum Opfer gefallen.

Der Turm hat seit 1922 drei Stahlglocken (Dreiklang F, As, C). Gegossen wurden sie von der Firma Ulrich und Weule Apolda.

Der in der Kirche befindliche Sandsteinaltar und die steinerne Kanzel wurden 1963 bei einer Renovierung ersetzt. Auch der Innenraum wurde heller gestaltet. 1975 musste die durch einen Sturm beschädigte Wetterfahne abgenommen werden. In der Kugel fanden sich zwei Urkunden über den Bau der Kirche. Darin wird belegt, dass die Kosten für den Bau der Kirche (60.000 Mark) ausschließlich durch die Kirchengemeinde Nietleben getragen wurden.

Quellen:
Seidel, Christina, Halle und seine Kirchen. Ein kleiner ökumenischer Kirchenführer, St. Benno Verlag, Leipzig 1997.
Frauenförderverein – Chemiedreieck Halle-Merseburg e. V.

Nietlebener Kirche
Platz der Einheit 11
06126 Halle (Saale)


Nachfolgend finden Sie einen detailierten Ausblick auf die Gottesdiensttermine des kommenden Wochenendes für die evangelischen sowie freikirchlichen Gemeinden als Übersicht sowie den Aushang Katholischer Gemeinden zum Download:

pdf-Icon des Dokumentes Gottesdienste am kommenden WE und in der darauffolgenden Kalenderwoche (*.pdf-Datei, 217 KB)

pdf-Icon des Dokumentes Aushang Katholische Stadtgottesdienste (*.pdf-Datei, 83 KB)