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Kirchenglocken in der Stadt Halle

Glocken der Anstaltskirche der Diakonie (Kirche im Diakoniewerk)

Seit 1929 hat die Kirche des Diakoniewerks in Halle in 20 Meter Höhe zwei bronzene Glocken. Die beiden ersten Glocken wurden 1892 von den Gebrüder Ullrich gegossen, eine hatte den Durchmesser von 98cm mit einem Gewicht von 483kg und trug die Inschrift „Rudolf. Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid …“
Der Durchmesser der Zweiten betrug 80cm und wog 262kg und trug folgende Inschrift: „Otto. Allein Gott in der Höhe sei Ehr.
Beide hatte oben ein gotisches Fries und unten zwei Schnüren.

1929 erhielt die Kirche zwei neue Glocken, da 1917 die große Glocke mit den G-Ton als Kriegsmetall abgegeben werden musste. So verblieb nur die kleine mit dem H-Ton. In der Regel wurde beim Einziehen von Glocken im Ersten Weltkrieg jeweils die kleinste läutfähige Glocke im Turm belassen.

Die zwei neuen Bronzeglocken wiegen 560 und 349kg. Der untere Durchmesser beträgt 1040mm und 870mm, Ton G und B, gegossen von der Mitteldeutschen Stahlwerken Lauchhammer.
Die beiden Glocken wurden am 8 Juni 1929 geweiht.

Die kleine Glocke trägt den Namen Otto Jordan 1872 – 1916, welche folgenden Spruch trägt: Joh. 16,33 „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“.

Die größer der beiden Glocken trägt den Namen Carl Moehr 1916 – 1927, diese besitzt die Inschrift 1. Joh. 5,4: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat’ …“.

In einem Bericht von 4 Juni 1929 heißt es vom anerkannten Sachverständigen für Glockenwesen Prof. Johann Biehle:
„Bei Bildung diese Geläutes sollte eine Anpassung an die Glocken der benachbarten St. Stephanuskirche erreicht werden … Im übrigen sind die neuen Glocken von vollendeter Reinheit, indem jede drei mathematisch genaue Oktaven besitzt und der Schlagton identisch mit dem Grundton ist. Dieses kleine Zweigeläut ist vollkommen frei von harmoniefremden Teiltönen und wird sich mit der in ihm liegenden Ruhe und Klarheit ganz besonders als Geläut für Kranke bewähren."

Heute werden die Glocken durch einen Knopfdruck über einen Elektromotor in Schwung versetzt. Bis Ende der 50er  Jahre jedoch geschah das alles noch mit Muskelkraft durch zwei Seile, die meist von Schwester Ella Kuntze betätigt wurden. Junge Schwestern gingen ihr dabei zur Hand. Jeweils in der Silvesternacht liess Schwester Ella so viele Glockenschläge ertönen, wie sich Diakonissen im Haus befanden. Und das waren damals nicht wenig.

Quelle: Publik Magazin des Diakoniewerkes Halle
Nr.15 / Dezember 2002 Ausgabe Weihnachten 4.Jahrgang

Kirche im Diakoniewerk
Advokatenweg 1
06114 Halle (Saale)


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Nachfolgend finden Sie einen detailierten Ausblick auf die Gottesdiensttermine des kommenden Wochenendes für die evangelischen sowie freikirchlichen Gemeinden als Übersicht sowie den Aushang Katholischer Gemeinden zum Download:

pdf-Icon des Dokumentes Gottesdienste am kommenden WE und in der darauffolgenden Kalenderwoche (*.pdf-Datei, 225 KB)

pdf-Icon des Dokumentes Aushang Katholische Stadtgottesdienste (*.pdf-Datei, 83 KB)